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Pilgern mit Corona-Hindernissen

Der ehemalige Bad Salzdetfurther Reinhold Köster berichtet in seinem neuen Buch auf 255 Seiten über seine Tour auf dem Westfälischen Jakobsweg

Von Michael Vollmer

Der Weg ist für Reinhold Köster immer noch das Ziel. Nachdem er auf dem Braunschweiger Jakobsweg viele neue Eindrücke gesammelt hat, machte der frühere Bad Salzdetfurther wenig später in Westfalen Bekanntschaft mit zahlreichen Menschen und Orten. Die Eindrücke hat der 71-Jährige in seinem neuen Buch „Meine Pilgererlebnisse auf dem Westfälischen Jakobsweg“ festgehalten.

„Meine Erzählungen über die Pilgerwanderung auf dem Braunschweiger Jakobsweg von Hildesheim nach Höxter fanden ein positives Echo. Das hat es mich gefreut und zugleich ermutigt, in einem Folgeband meine Erlebnisse und Begegnungen auf dem Weg von Höxter nach Bochum zu dokumentieren“, erklärt Reinhold Köster, der seit einigen Jahren in Hildesheim-Ochtersum wohnt. Den Draht zu seiner früheren Heimat Bad Salzdetfurth hat er aber niemals verloren. Auch davon erzählt Köster in seinem Buch.

Die Gedanken gehen rückwärts

„Wenn man alleine auf Tour ist, gehen die Füße nach vorne, die Gedanken aber oftmals rückwärts“, so Köster. Immerhin habe er 34 Jahre gerne in der Kurstadt gelebt. Bei einer Begegnung mit der Figur der Heiligen Barbara hinter Höxter kommt ihm unweigerlich der frühere Bad Salzdetfurther Ortsbürgermeister Wolfgang Dettmer in den Sinn, der bei der Barbarafeier des Bergmannsvereins Glückauf regelmäßig in die Figur des Berggeistes geschlüpft ist.

In Bad Westernkotten stellte er Parallelen zum Bad Salzdetfurther Kurpark fest. Dort entdeckte er zwei Gradierwerke, eines davon ist das längste in Nordrhein-Westfalen. Doch die Pilgerreise verlief für Reinhold Köster in der Corona-Pandemie auch mit einigen Tücken. „Ich konnte wegen des Beherbergungsverbotes nicht übernachten“, blickt der Hildesheimer zurück. So blieb ihm nur die Rückfahrt nach der jeweiligen Etappe mit dem Auto.

Unterkünfte ohne luxuriösen Schnickschnack

„Das ist nicht Pilgern im eigentlichen Sinn. Trotzdem entflieht man der Hektik des Alltags. Das ist ein gutes Gefühl, die positiven Dinge auf sich wirken zu lassen“, sagt Köster. Zum Ende seiner Tour ergibt sich für ihn aber doch noch die Chance. Da konnte der 71-Jährige drei Etappen am Stück zurücklegen, von Werl nach Unna, von Unna nach Dortmund und von Dortmund nach Bochum. Dabei wählte er ganz bewusst einfache Unterkünfte ohne luxuriösen Schnickschnack.

Unvergessen sind für ihn die vielen Begegnungen mit den Menschen auf dem knapp 200 Kilometer langen Westfälischen Pilgerweg. Besonders ist ihm das Gespräch mit dem 79-jährigen Mann in Erinnerung geblieben, der sich mit dem Wiederaufbau eines Fachwerkspeichers einen Lebenstraum erfüllt. „Das einstündige Gespräch war eine wunderbare Abwechslung. Aber so etwas erlebt man nur, wenn man auf diese Weise unterwegs ist“, meint Köster. Aber auch die Orte konnten in ihrer Art nicht vielfältiger sein. Im Fokus stehen zum Beispiel die Wallfahrtskirche St. Dionysius in Bökenförde, die Burgruine Iburg bei Bad Driburg oder auch die Andreaskirche in Ostönnen mit einer der ältesten bespielbaren Orgel der Welt.

Viele Weggefährten wollen ein Buch

Die ersten Bücher hat Köster bereits verkauft, bevor sie überhaupt gedruckt waren. „Nach meiner Rückkehr habe ich wunderbare Rückmeldungen aus den Städten, Kirchen und von den Vertretern der Orte erhalten. Sie wollten auf jeden Fall ein Exemplar haben“, so Köster, der bereits seine nächste Tour vor Augen hat. Im kommenden Frühjahr will der Hildesheimer den Rheinländischen Jakobsweg von Dortmund nach Köln bereisen.

Das auf 255 Seiten reich bebilderte Buch „Meine Pilgererlebnisse auf dem Westfälischen Jakobsweg“ ist im Ostfalia-Verlag zum Preis von 19,90 Euro erschienen. Es kann direkt bei Reinhold Köster, Telefon 05121  8 73 89 64 bezogen werden.